Nach ein paar grandiosen Tagen Abgeschiedenheit in der Wildnis, befinden wir uns jetzt wieder im WLAN Einzugsbereich - daher ein kleiner Bericht welcher an den letzten Artikel anschließt. Noch eine paar Worte zu meinem "Büro": Ich sitze in einer Lodge-Bar in Kasane, welche ein bisschen außerhalb liegt und ein eigenes Wasserloch betreibt. Hier kommen jeden Abend mehrere Elefantenherden zum trinken und man kann ihnen dabei in 50m Entfernung mit einem kühlen Drink zuschauen. Nebst den Elefanten, kommen hier auch Zebras, Giraffen und andere Vierhufer zum trinken - die haben wir aber noch nicht gesehen.
Ok, zurück in die Vergangenheit: Nach einer gemütlichen Nacht in der Ox Bow Lodge, quatschen wir morgens mit ein paar Südafrikanern (Koos, gesprochen Kwiz, & Esma) und tauschten uns über unsere bevorstehende Route aus. Auf dem Weg zum Sani Pass durchfuhren wir das karge Hochland mit teils sehr schlechten Straßen. Bemerkenswert war die Afriski Lodge, dem einzigen Skiressort Afrikas, wo jährlich aber nur wenige Wochen Schnee liegt - bei uns zum Glück nicht :-) Auf dem Weg trafen wir Koos & Esma wieder und ab dann fuhren wir die Strecke im Konvoi; außerdem wurden wir über die Zeit Freunde.
Der Sani Pass fängt mit der sehr simplen Grenzstation Lesothos am Ende des Plateaus an. Der eigentliche Pass befindet sich dann im Niemandsland und, wenn man überlebt, immigriert man am Fuße des Berges nach Südafrika. Die Schotterpiste windet sich in engen, steilen Serpentinen bergab und ein Allrad ist unabdingbar um in den Kurven nicht den Halt zu verlieren. Ich wahr froh dass Koos vor uns fuhr und ich seine Spur sehen konnte - unser Mietwagen hat brav mitgemacht - sodass wir sicher unten ankamen. Der Sani Pass ist wirklich sehr zu empfehlen da die Steilwände hier abrupt in grüne Wiesen übergehen und die Sonne wunderschöne Lichtspiele darauf projeziert.
Unterwegs, bei einem schnellen Mittag mit Koos & Esma, sagten sie dass Koos heute Geburtstag habe und dass sie uns gerne zum Abendessen (Braai/BBQ) auf einem Campingplatz einladen möchten. Wir fuhren also gemeinsam im Abendlicht durch die tollen Drakensberge und erreichten irgendwann einen abgelegenen und ruhigen Campingplatz wo wir Zelte aufbauten und Essen grillten. Da Koos & Esma Deutschland-Fans sind und eine Kollektion von schönen VW Oldtimern besitzen, hatten sie Kassler dabei und natürlich die obligatorische südafrikanische Boerwoers (Burenwurst). Die haben sich auf dem Grill gut miteinander vertragen und wunderbar in Mund und Magen harmoniert :-)
Schweren Herzens nahmen wir am nächsten Tag Abschied von den Beiden und fuhren dann an die Küste nach Margret bei Durban. Der Campingplatz war zwar nett, leider aber direkt an der Straße und nicht am Strand. Wir grillten eine Boerwoers, die Koos & Esma und geschenkt hatten, schwammen im Pool und spielten Minigolf im Flutlicht. Am nächsten Tag fuhren wir hoch nach Scottborough, wo wir von einem Campingplatz direkt am Meer gehört hatten. Der war wirklich sehr toll nur wurde der Strandbesuch dem letzten Blogartikel geopfert, da wir die Zeit in einem Wifi-Kaffee vergaßen. *ooops*
Am nächsten Morgen, Mittwoch dem 17., war unser Fahrttag, da wir den ganzen Weg von Durban nach Johannesburg zurückfahren mussten um David und Anja abzuholen. Der Tag war, bis auf einen Wasserfall, nicht so spannend bis wir bei unseren Gastgebern Adrian & Louise ankamen. David und Anja kannten sie von ihrer letzten Südafrikareise und sie hatten uns eingeladen bei ihnen in J'Burg zu übernachten. Sie luden uns zu einem Buschfleisch Restaurant ein, wo verschiedenes Wildfleisch an Spießen serviert wird. Jetzt wissen wir z.B. das Krokodil eher fettig ist und ein bisschen nach Huhn schmeckt. Das Essen dort war sehr lecker und der krönende Abschluss war als das Personal um mich versammelte und mir ein südafrikanischen Geburtstagsständchen sang :-D An dem Abend hatte irgendjemand an jedem Tisch Geburtstag und wenn nicht, wurde kurzerhand jemand ausgesucht und Louise hatte mir im Beisein eines Angestellten alles Gute zu Geburtstag gewünscht. Das war so lustig :-D
Am nächsten Morgen holte Louise David & Anja ab und, nach einigen Stunden chillen, fuhren wir zu viert gen Botswana. Der Nandos am Hartebeestsport-Dam hatte aber sehr hohe Anziehungskraft, sodass wir dort uns erst mal stärkten und Erinnerungen an den Dam auffrischten. Bei Nacht kamen wir dann in Botswana an und versuchten unser Glück bei einer Campsite im Lion Park (bei Ramotswa gelegen, wo wir drei Jahre lebten) und diesen dann für uns alleine hatten. Das war ein bisschen Surreal mit einer Achterbahn im Hintergrund und knurrenden Löwen in der Ferne.
Fortsetzung folgt...
Mit den Bildern warten wir bis Deutschland weil die Internet Verbindung hier nicht so toll ist.
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