Zu allem Überdruss, gab mein Arbeitslaptop am Folgetag seinen Geist auf; nicht wegen der Flut sondern wegen eines Kurzschlusses auf dem Motherboard (nix gut). Da ich während der Zeit in Neuseeland für meine Firma in Berlin arbeite (nochmal ein dickes Dankeschön!), war der Rechnerausfall echt blöd und das Problem war so schwerwiegend, dass ich nichts machen konnte.
Als positives Gegengewicht, haben wir uns in der Zeit für den gelben Kiwi-Van entschieden. Die unverhoffte Begegnung mit dem Kiwi-Van beim Kauri-Wald, hat uns nicht mehr in Ruhe gelassen. Also haben wir den Autokauf mit dem niederländischen Pärchen beschlossen und abgemacht, dass die Übergabe am Samstag stattfinden soll. Die Planung war sehr knapp, da Boaz und Bianca ihren Flug Samstagnacht hatten und wir aber erst am Samstagmittag in Auckland sein konnten.
Hinzu kam auch noch das Problem, dass einige Brücken wegen den Folgen des Zyklones gesperrt waren. Unserm Herrn sei Dank dass wir schließlich doch gut durchfahren konnten, wenn auch mit Stau. Zwischendurch sahen wir immer wieder die Folgen der Flut und ich fühlte mich an die Bilder aus Ostdeutschland vom vergangen Sommer erinnert. Das Timing war am Ende perfekt: unser Camper und der gelbe Kiwi-Van kamen nacheinander auf dem Gelände vom Ambury Farm Park in Auckland an. Wir wurden in die „Feinheiten“ unseres Kiwis eingewiesen, hatten ein nettes Gespräch und dann habe ich die beiden noch zum Flughafen gefahren.
Technische Daten?
- Nissan Vanette
- Baujahr 1991
- 192.000km
- Benziner
- 3 Sitzplätze
- ein Doppelbett
- 5 schwarz aufgemalte Kiwi-Vogel-Warnschilder
- ein halbwegs gutes Soundsystem
Am Montag war Public Holiday und wir haben uns mal zusammen ein wenig Downtown Auckland und den Hafen angeschaut. Wegen einer Regatta, war da viel los. In der Ambury Farm haben wir uns Abends von Isi verabschiedet und am Dienstag haben sich David & Steffi schon mal auf dem Weg nach Te Puke gemacht, um die altersschwache Kuh abzugeben während wir mein Laptop in die Reparatur gegeben haben.
Das mit dem Laptop war echt stressig da es viel länger gedauert hat als erwartet. Da der Schaden irreparabel war, durfte ich mir ein neues Besorgen und dafür sind wir durch mehrere Geschäfte gerannt und habe mit dem Chef des Reparaturladens gerungen. Letztlich habe ich das Laptop von ihm gekauft, aber es war eine schwere Geburt. Letztlich sind wir dann erst Dienstag Nachmittag nach Te Puke gefahren, wo Mona und Steffi auf einer Kiwi Farm arbeiten werden (in der Pestbekämpfung).
Hier ist es echt schön und wir haben einen netten Campingplatz bekommen, wo wir Küche, Klos, Duschen, Ess-/Wohnzimmer und einen Pool haben. David ist jetzt eine Woche auf See da er für seine Bachelorarbeit den Tunfischfang dokumentieren möchte. Er hat einen netten Kapitän gefunden, der ihn mitnimmt; wir sind gespannt darauf was er zu berichten hat.
Die Mädels machen grade Lobpreis mit unser kleinen Reisegitarre während ich die letzten Zeilen schreibe. Wir grüßen euch ganz lieb und geben gerne ein bisschen Wärme an das kalte Deutschland ab :-)