Nach einem guten Start in Berlin saßen wir, nach einem kurzem Aufenthalt in Frankfurt, in einem A380 auf den Weg gen Süden. Neben uns saß Norman, ein Südafrikaner der auf Kurzurlaub in Deutschland gewesen war, und wir kamen schnell ins Gespräch über unsere bevorstehende Reise und wir erzählten ihm dass wir für die erste Woche noch keine allzu konkreten Pläne hätten, aber in die Drakensberge und nach Durban ans Meer wollten. Norman ist schon viel in Südafrika, Botswana & Namibia campen gewesen und kennt sich entsprechend gut aus - er sprudelte förmlich über vor guten Tipps und Empfehlungen und waren schon bei der Optimierung unserer vorgeplanten Route bevor das Fugzeug überhaupt abgehoben hatte. Norman hat uns so sehr weiter geholfen und wir sind Gott sehr für unseren Sitznachbar dankbar! z.B.: wüsstet ihr dass man in der Kalahari am besten nicht unter großen schattigen Bäumen sein Lager aufschlagen sollte? Dort halten sich nämlich die Kühe auf und von ihnen fallen Sandzecken, welche sich schon auf den nächsten Blutspender freuen.
Nach einem guten Flug (wenig Schlaf für Tobi - kann nicht so gut im Flugzeug schlafen), landeten wir in Jo-burg und wurden von einem Fahrer unserer Mietwagenfirma abgeholt und bekamen, serviert mit einem feucht-fröhlichem tropischem Gewitter, die Einweisung in unseren 4x4 und seine Ausstattung. Riecht zwar ein bisschen muffig aber ansonsten macht er viel Spass. Lustigerweise ist er von Kea Campers, welche wir aus Neuseeland kennen, und so fahren wir mit einem neuseeländischen Vogel durch die südafrikanische Landschaft. Im Zelt aufklappen werden wir wahrscheinlich erst bei Abgabe des Fahrzeuges so richtig geübt sein :-)
Nach einem Besuch bei Nandos (sorry David H. - we had to do it) und dem Einkauf der Grundnahrungsmittel, sind wir südöstlich Richtung Durban gefahren um zum Golden Gate National Park zu fahren, wo wir erst nach Einbruch der Dunkelheit ankamen und dort eiligst aßen und unser Zelt aufklappten. Übrigens, hier ist es teilweise schon frisch und selbst für Winter-erfahrene Deutsche nicht so angenehm; hier bricht so langsam der Herbst an und dadurch geht es Nachts schon in den einstelligen Gradbereich. Nach einer kühlen Nacht wachten wir dann zu einer tollen Sicht auf. Um uns herum leuchteten farbige Felswände im Morgenlicht - morgens machten wir noch eine tolle Wanderung zu den Felsen. Würde man mich dort blind aussetzen, könnte ich nur mit Schwierigkeiten bestimmen ob ich in Neuseeland oder in Afrika bin.
Dank der Ratschläge von Norman, sind wir dann nach Lesotho gefahren, wo wir den Sani Pass ansteuern. Der Unterschied zwischen den Ländern ist schon sehr krass. Die Region um Lesotho herum ist recht europäisch, in Lesotho ist es aber sehr "afrikanisch". Schlechte Strassen, ärmere Leute, Menschen sammeln sich alle paar Meter und quatschen oder hüten Tiere, wovon es auch sehr viele gibt. Die Landschaft ist recht grün, der Boden steinig, die Erde rot und die Berge hoch. Wir hatten und Mühe gegeben unser Ziel vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen und wir erreichten pünktlich unser Hotel in Oxbow, in wessen Nähe sich Afriski befindet, eine der wenigen Skipisten Afrikas.

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