Sonntag, 24. April 2011

Tongariro Crossing – Auf den Spuren von Frodo & Sam

Nun bin ich mal an der Reihe etwas von unseren Erlebnissen zu berichten, da mein lieber Mann seine Stunden weg arbeiten muss und ich dadurch mehr Zeit zum Blogschreiben habe als er ;)

Wir haben vor über drei Wochen den Tongariro Crossing gemacht – eine Eintagestour mit acht und halb Stunden wandern. Es war schon eher ein Alpintreck, nur das wir das Glück hatten, dass noch kein Schnee lag und wir strahlenden Sonnenschein hatten. Der Wind war zwischendurch sehr kühl aber die Sonne dann an manchen Stellen umso wärmender :)

Es wird schwer diesen Tag in Worte zu fassen, da die Bilder es viel besser beschreiben können. Aber ich möchte versuchen einfach die Eindrücke festzuhalten, die für mich den Tag und die Wanderung ausgemacht haben. Der Anfang ging für uns erst mal durch eine Art kleinwüchsigen Urwald, viele Treppen und einen starken Anstieg. Nach 1-2 Stunden ging es dann ein bisschen ebener aber klar immer noch im Anstieg durch eine Buschlandschaft, auf einmal hatte man schon einen großartigen Ausblick auf die umliegenden Berge, Vulkane und Seen. Es ging immer weiter den Berg hoch, zwischendurch sah man Öffnungen im Berg wo Rauch aufstieg und es stark nach Schwefel roch. Es war relativ oft so, dass wenn man über einen Bergkamm ging oder um die Ecke bog sich gleich die Landschaft schon wieder etwas veränderte. Nach einer Pause bei einer Hütte wo wir unsere Trinkflaschen auffüllen konnten und ein bisschen verschnaufen konnten, ging es weiter. Nun ging es durch einen Hang der voller grüner und goldgelber Grassbüschel war – das sah echt so toll aus, in der Schlucht ein Bächlein mit einer Brücke und dann wieder Bergauf :)

Als wir relativ weit oben waren, wurde es dann auch karger und Steiniger. Wir kamen zu einer Blauen Lagune die dem Himmel mit ihrem Blau ganz schön nahe kam. Was ich nicht erwartet hatte war, dass zwischen den Bergen riesige Ebenen waren wo nur Lavagestein herum lag und riesige Flächen an Lavafeldern zu sehen waren. Kurz nach der blauen Lagune kam der härteste Anstieg, man wurde nochmal belohnt mit Blick auf zwei Smaragdgrüne Lagunen aber dann ging es so steil ein Geröllberg hoch, dass man oft das Gefühl hatte gleich wieder nach hinten zu kippen. Einen Schritt hoch und einen halben wieder abrutschen... aber endlich oben angekommen war es ein tolles Gefühl runter zu schauen und zu sehen was wir erklommen hatten.

Kurz darauf haben wir uns einen Ort gesucht um die Mittagspause zu genießen. Es gab einige Grasbüschel auf dem Boden und umringt von Vulkanen, neben uns der Mount Doom von Herr der Ringe, fühlten wir uns beim Picknick wie Frodo und seine Gefährten die erst mal das schwerste geschafft hatten. Nun ging es endlich wieder Berg-runter. Bald kam eine Riesenebene die mich total an Lucky Luke erinnerte – eine Wüstenartige Steppe wo er jeden Moment an mir hätte vorbei galoppieren können. Wir kamen noch paar mal an gigantischen Kratern vorbei, die oxidierte Lava hatten und dadurch total viele Farben hatten – wir konnten uns kaum satt sehen.

Durch die Mondlandschaft ging es dann immer weiter Vulkan-abwärts und wir kamen zu einem Schild wo draufstand was man machen sollte, falls der Vulkan anfängt auszubrechen: Rennen! :) Und wenn möglich nicht in ein Tal wo gleich das Lava durchfließt – leichter gesagt als getan ;)

Langsam wurde es immer grüner und man konnte richtig sehen, wie langsam wieder Leben in die Erde kommt – kleine Rinnsale die zu kleinen Flüssen werden und dann irgendwo mal ein Wasserfall. Es wächst Moos und Gras und später dann auch ein paar Büsche. Irgendwie schön zu sehen, wie sich die Natur wieder erholt und neu entsteht. Das war eigentlich schon alles für den Tag – abends hatten wir noch einen tollen Sonnenuntergang, als wir zu viert im Kiwi Van zum anderen Parkplatz gefahren sind, wo das andere Auto geparkt war. Es war ein sehr schöner Tag, auch wenn wir körperlich nicht alle so fit waren, ich selber mal ausgerutscht bin und mir das halbe Bein oberflächlich zerkratz habe – aber es war alles nicht so wild und wir haben die anstrengende aber wunderschöne Wanderung gut überstanden. Die wunderbare Sicht oben, zwischen den Vulkanen, hat alle Anstrengungen belohnt!




Panorama beim Höhepunkt des Tongariro Alpine Crossings

Donnerstag, 21. April 2011

Unsere Zeit in Gisborne...

Nun ist sie vorbei, die Zeit in Gisborne wo wir über einen Monat Zuhause waren. Für uns war es eine gute Zeit da Mona und ich arbeiten konnten – Mona im Packhaus für Squash Kürbisse und ich Zuhause am Schreibtisch für meine Firma. In diesem Monat haben wir ein bisschen Geld sparen können um uns auf die Reise auf die Südinsel zu machen. Neben der Arbeit, war nicht so viel Zeit für größere Ausflüge, dennoch haben wir einige tolle Sachen erlebt. Zum Einen haben wir die wunderbare Gastfreundlichkeit von Rodger und Marylin Baty genossen, die uns jeden Montag zum Essen einluden. Mit ihnen haben wir bei leckeren Mahlzeiten viel gelacht und einige interessante und tiefe Gesprächen haben dürfen.

Auch durch und von John wurden wir gesegnet, in dessen Haus wir bis zu unserer Abreise wohnen durften. Eines Samstags hörten John und ich dass die Dampflok des Gisborne Eisenbahn Vereins unterwegs war, und so haben wir uns auf den Weg gemacht einen Blick zu erhaschen. An einer Eisenbahnkreuzung trafen wir dann den Zug und konnten den Zug auf seinem Rückweg über(!) das gisborner Flugfeld, durch den Bahnhof und über die Hafenmauer begleiten.

Am darauf folgenden Sonntag war Monas Geburtstag nach einen schnellen Frühstück und dem Gottesdienst (wo Mona als Geburtstagskind eine Schokolade bekam), sind wir dann aus der Stadt zu einem Weingut gefahren, welches aber leider wegen Erntearbeiten geschlossen war. So haben wir dann einen Kiwi Hain gefunden um ein Geburtstagspicknick mit Kuchen, Käse, Keksen, Kaffee und Früchten zu genießen. Danach haben wir beide noch einen schönen Spaziergang am Meer gemacht und Abends habe ich ein leckeres Chicken Curry für uns 4 gekocht und mit dem Film "Dirty Dancing", haben wir den Abend abgeschlossen.

Mona und Steffi haben bis Donnerstag gearbeitet und am letzten Arbeitstag wurde bis spät geschafft. Da Gisborne die erste Stadt ist, die das Morgenlicht sieht, wollten wir auch einmal dabei sein um zu sehen wie das so geht. Im dunklen sind wir also aufgestanden um auf einen nahe gelegenen Hügel zu fahren. Trotz Bewölkung konnten wir sehen wie die Sonne langsam ihren Weg bahnte und der Wechsel von Farben war schön anzusehen.

Gleich am Folgetag war Tobys Geburtstag... David uns Steffi hatten uns beiden zum Geburtstag einen besonderen Brunch geschenkt, womit sie uns morgens überraschten... so lecker! Anschließend hatte Mona eine Thermalquelle in der umliegenden Gegend gefunden und so sind wir beiden dann dort hin und haben ein heißes Bad im Regenwald genossen. Zum Abendessen hatte Mona selbst-gebackene Pizza vorbereitet, die auch wieder sehr lecker war. Als letzten Highlight sind wir 4 dann noch zum Irish Pub gegangen und haben ein Guinness bzw. Radler in netter Gesellschaft genossen.

Ein Sache die wir in Gisborne ausgiebig genossen haben, war das Boogieboarding (Wellenreiten auf einem Styroporbrett) – die Gegend ist wegen der Wellen unter Surfern beliebt und der Strand war nur ca. 5 Autominuten von unserer Haustüre entfernt. Mit unserem Kiwi Van erbten wir auch ein einfaches Boogieboard, welches jedoch aufgrund von Materialschwäche brach. Da Johns Sohn recht bekannter Surfer war, hatte er ein paar gute Boogieboards, die wir für den gesamten Zeitraum ausleihen durften. Somit waren wir sehr oft Abends noch im Wasser und vor allem die Jungs konnten nicht genug bekommen. Der eindrucksvollste Abend im Wasser war bei einem Sonnenuntergang mit aufgehenden Mond und leuchtenden Wolken die sich auch noch im Wasser spiegelten und uns in 360 Grad Panorama der Schönheit hüllte.

Und dann war sie vorbei, unsere Zeit in Gisborne. Für uns war es eine gute Zeit, aber wir waren auch froh endlich weiter zu ziehen... Hummeln im Hintern! Leider bekamen Steffi und ich am Tag unserer Reise einen Magendarminfekt, aber wir sind dann trotzdem losgefahren. Ziel war Napier und Hastings, zwei benachbarte Städte die bei einem Erdbeben in den 30er Jahren dem Erdbeben platt gemacht wurden und dann im zeitgenössischen Art Deco Stil wiederaufgebaut wurden. Manche Gebäude sahen richtig funky aus. Nach einer Nacht auf einem netten Campingplatz am Cape Kidnappers machten wir uns dann auf den Weg in Richtung Tongariro alias Mount Doom, worüber euch Mona in Kürze berichten wird.

Mittwoch, 13. April 2011

Kleine Erweiterung

Damit wir eine bessere Übersicht haben, wo wir schon alles waren, haben wir uns bei Google Maps eine Karte mit unserer NZ Route angelegt. So praktisch wie Google ist, kann man die Karte auch gleich woanders einbetten und so wird sie jetzt in der linken Spalte im Blog mit angezeigt... wir versuchen sie einigermaßen aktuell zu halten. Die Karte kann man sich hier auch in groß anzeigen lassen.

Dienstag, 12. April 2011

Lebenszeichen von der Südinsel

Liebe Freunde! Ihr habt schon lange nichts mehr von uns gehört... sorry! In der letzten Zeit haben wir viel erlebt und unternommen und da fällt das Blog schreiben ein bisschen hinten runter. Seid aber guten Mutes, wir arbeiten an unseren nächsten Artikeln und sortieren die Bilder euer Picasa. Haltet eure Augen offen...

P.s.: Nach ein paar Lagerfeuern mit Marshmallows, leuchtet die folgende Erklärung ein