Nun sind wir schon seit zwei Wochen in Maketu auf einem Campingplatz welcher gut ausgerüstet ist und wo wir uns wirklich wohl fühlen. Wir nehmen mit zwei Wochen Wohnzeit das Mittelfeld zwischen den Wochenend-Kurzbesuchern und den Langzeit-Bewohnern ein, die fleißig ihre Gärtchen rund um ihre fetten Campingwagen pflegen. Wieso sind wir so lange an einem Platz? Eigentlich wollten Mona und Steffi auf den Kiwi Plantagen in Te Puke arbeiten (wir sind hier nämlich im Herzen des Kiwi-Anbaus in NZ) aber es gibt gerade recht wenig Arbeit da die Erntesaison erst in einem Monat anfängt. Steffi konnte ein paar Tage arbeiten, bis sie von ihrem unangenehmen Subcontracter gekündigt wurde und Mona ist gar nicht erst dabei gewesen. Jetzt warten wir hier noch ein bisschen und genießen das Leben.
Ich arbeite mal vom Campingplatz aus, und manchmal von den Bibliotheken in Te Puke oder Tauranga. Die Gegend um uns herum bietet einige tolle Strände, wo wir immer wieder ausgiebig in den Wellen toben – wir haben zwei Bodyboards, mit denen wir auf den Wellen surfen. Ein Bodyboard ermöglichen zwar kein vollwertiges Surfen aber es macht viel Spaß!
An einem Sonntag, sind wir zu dritt die Stunde nach Rotarua gefahren um dort einen öffentlichen Park aufzusuchen. Die Gegend um Rotorua ist vulkanisch sehr aktiv was sich in einigen warmen Quellen, brodelnden Schlammkesseln, Geysieren und Schwefelgeruch bemerkbar macht. Meistens muss man Geld bezahlen um diese zu sehen, aber es gibt einen öffentlichen Park wo man einige dieser Dinge ohne Eintritt bestaunen kann. Leider war es ein sehr heißer Sonntag als wir im Park waren; eher nicht das ideale Wetter für kochende Quellen, aber es war sehr spannend. Schaut euch einfach die Bilder an :-)
Gleich im Anschluss sind wir zurück nach Te Puke zum Gottesdienst in der Mosaic Gemeinde gefahren: eine ulkige, kinderreiche Ansammlung lebendiger Kiwi-Christen. Wir haben uns gleich sehr wohl gefühlt – für mich war es die erste Gemeinde wo mir, wegen des heißen Tages, beim Eingang gleich ein Eishörnchen in die Hand gedrückt wurde. Sehr sympathisch!
Die darauf folgende Woche war toll, aber ich springe gleich mal zum nächsten Sonntag da dieser auch spannend war. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir zu den benachbarten Papamoa Hills gefahren und sind diese hoch spaziert. Von den Hügeln aus hat man eine schöne Übersicht über das Umland und für die Maori ist es ein besonderer Ort da dort eine frühe Siedlungen der ursprünglich polynesischen Einwanderer gegründet wurde. Nach dem schönen Spaziergang, sind wir zum Papamoa Beach gefahren, wo wir wieder einmal im turbulent oszillierende Wasser tobten.
Zurück beim Auto bemerkten David und Steffi dass ihre Schlüssel im Auto eingeschlossen waren. Nach einer kurzen Gebetszeit versuchten wir verschiedene Dinge um die doofe Tür wieder auf zu bekommen – der AA, das hiesige Pendant zum ADAC, ist hier ziemlich teuer, also haben wir die Öffnung erst einmal mit Bordmitteln versuchten. Die Scheiben ließen sich nicht runter drücken und mit einem Draht hatten wir auch wenig Erfolg. Bei Youtube fand ich dann einen Beitrag, wo jemand ein Seil mit einer Schlaufe zwischen Tür und Rahmen fädelte und mit der Schlaufe den Türknopf erwischte und diesen dann hoch zog. Er schaffte dass in ein paar Sekunden, bei uns aber das Vielfache davon, aber es funktionierte. Wir sind dann direkt zum Gottesdienst in Te Puke gefahren, wo wir kurz vor Beginn ankamen. Gott erhört Gebet.
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