Montag, 14. November 2011

Unsere Wanderung im Krkonoše (Riesengirge)

Für eine Woche Urlaub, die ich zwischendrin noch hatte, haben mein Kumpel David und ich überlegt zusammen im Krkonoše (Riesengebirge) wandern zu gehen. Inspiration hierfür war ein Besuch in Polen, wo mein Dad mich auf die Schneekoppe und das Wandergebiet doch aufmerksam machte. Da David und ich noch nie dort waren, suchten wir uns Infos im Internet und in Wanderführern – aber so wirklich solide vorbereiten konnten wir uns nicht, aber das haben wir so auf uns zukommen lassen.


Am Montag fuhren wir zu meinen Eltern und schauten uns auf einem Zwischenstopp die schöne Altstadt von Bautzen an (sehr zu empfehlen!). Am Dienstag fuhren wir dann frühs mit der Bahn nach Zittau, wo wir leider unseren Zug verpassten, über Liberec, wo wir uns eine Wanderkarte besorgten und die Stadt ein bisschen anschauten, nach Harrahov. Von dort wanderten wir zur Stadt und dort, mit Umweg über einen Imbissbude, in die grüne Landschaft. Der Imbissbudenbesitzer sagte uns dass die Labska Bouda, wo wir übernachten wollten, geschlossen sei, aber wir riskierten den Weg trotzdem. Lange ging es an der Mummel auf einer Teerstrasse lang, aber endlich kam dann der ersehnte Aufstieg auf einem Wanderpfad. Mit der Zeit wurde es Nebelig und es began zu dämmern – eine Mini-Hütte auf dem Weg eignete sich als Plan B, aber zum Glück begegneten uns die Besitzer der Labska Bouda auf deren Heimweg und boten uns ein Zimmer im leeren Hotel an – zwar nicht kostenlos aber hell und warm.

Am nächsten Tag hatte sich der Nebel gelichtet und so wanderten wir auf dem Kammweg, welcher genau die Grenze zwischen Polen und Tschechien ist, immer Richtung Schneekoppe (dem höchsten Gipfel mit 1602m). Auf dem Weg sahen wir die Elbquelle, Schneegrube, kleine Seen, aßen nach böhmischer Art und schafften es bis kurz vor die Schneekoppe, zur polnischen Obri Baude. Dort war es kalt und ein bisschen ungemütlich, aber morgens kochten wir uns auf unserem Primus im Zimmer einen heißen Kaffee. Übrigens: Kaffeeweißer eignet sich nicht als Milchpulver-Ersatz, das mussten wir auf die harte Tour lernen. In der Bauden konnten wir jedoch ein Tetrapack Milch kaufen.


Leider war es draußen Nebelig, aber nach 100m war der Spuk weg da der Wind die Nebelwand von einem Tal ins nächste blies und so fast nur die Baude in Nebel gehüllt hatte. Auf der Flanke zur Schneekoppe, projezierte die Sonne einen dreifachen (David sagt vierfachen) Regenbogen in diese Nebelwand – faszinierend! Oben angekommen gab es teuren Kaffee mit saurer Milch, aber dafür durften wir das Klo im Polnischen Besucher-Ufo der Snežka/Schneekoppe benutzen. Unsere Gespräche machten das ganzer aber wieder gut und der Abstieg nach Pec pod Snežkou ging auch recht flott. Während wir schwitzten, schwebten andere mit dem Sessellift über unsere Köpfe ein Hohn! Unten angekommen, glich das touristische Pec pod Snežkou eine Geisterstadt – sogar die Sommerrodelbahn war zu :-( - und ein Bus fuhr auch nur spät, sodass wir uns auf den Weg nach Špindleruv Mlýn/Spindermühle machten. Der Wag dorthin war echt urig und cool, nur das letzte Stück steil abfallende Teerstrasse wollte nicht enden – im Mondschein beteten wir um eine nahe, billige Unterkunft mit freundlichem Personal und Essen – und Gott erhörte. Das war das billigste und beste Hostel unserer Wanderung, wo wir zudem in Socken zum Restaurant im EG gehen konnten.

Leider ging es meinen Füßen nicht so gut weil ich noch recht uneingelaufene Wanderstifel mit normalen Socken an hatte; diese hatten mit der Zeit einige Blasen verursacht, die dann echt schmerzhaft waren. Jetzt laufe ich immer noch ein bisschen wie eine Ente... Freitagmorgen machten wir uns schon kurz vor 7 auf den Weg, um pünktlich in Harrachov anzukommen, sodass wir mit dem Zug zurück zu meinen Eltern fahren konnten. Vor dem Frühstück mussten wir recht viel Steigung überwinden und schließlich gönnten wir uns ein nettes Frühstück bestehend aus Salami, Pumpernickel, Schoki & Quellwasser an einem schönen Hang. Irgendwie schafften wir die 22 km zurück nach Harrachov und bekamen einen Bus mit welchem wir dann eine Bahn nach Liberec und Zittau bekamen.

Abschließend erholten wir uns noch einen halben Tag bei meinen Eltern bis wir dann in Berlin wieder unseren lieben Frauen in die Arme fallen konnten. Die Zeit im Riesengebirge war eine wilkommene Abwechslung aus dem Alltag, mit einem tollen Wandergesellen, schöner Natur, Überwindung, Schweiß, Risiko, Schmerz, tolle Aussichten und Glücksgefühlen. Oh, und das Wetter war echt genial! To be repeated ;-)

PS: Schaut euch auch noch davidundsteffi an - mit tollen Bildern und unserem Abenteuer aus Davids Augen!

Montag, 7. November 2011

Die Schönheit Afghanistans

Bevor es auf die Wanderung im Riesengebirge geht, wollte ich schnell noch einen Video teilen, den ich auf Vimeo gefunden habe und wirklich toll finde! Lukas Augustin, ein Fotograf/Filmmacher/Journalist aus Bochum, hat diesen eindrucksvollen Kurzfilm über Afghanistan gedreht - grandios dabei ist wie er Gesichter und Menschen einfängt und so das normale Leben in Kontrast zu unseren reißerischen Schlagzeilen stellt. Mir ist dabei noch mal präsent geworden dass Gott alle Menschen liebt - Jesus starb nicht nur für das "christliche Abendland" sondern ausnahmslos einfach jeden Menschen. Auch das ist Grandios!

Montag, 24. Oktober 2011

Day 1

M... Mo?... Mon!... Mont^... Monta#... Montag?!^#
Montag ist ein guter Zeitpunkt für ein Duell.
Well, have a good day!

Dienstag, 18. Oktober 2011

Dry Bones

Ohä, lang war's her das hier mal was neues aufgetaucht ist. Auf Vimeo habe ich einen Clip gefunden den ich sowohl von der Kreativität als auch vom Inhalt bewundere. Die Wunder in der Bibel sind manchmal so, naja, ehm, schwer vorzustellen also muss man es einfach glauben (daher heißt es ja Glauben). Die Macher dieses Videos haben eine Stelle aus Hezekiel 37 verfilmt und liefern einen visuellen Vorschlag für etwas, was sonst der eigenen Vorstellung überlassen ist. Sehr cool!



Und wo wir schon mal bei trockenen Knochen sind, hier dieses vielfältige Lied von Gungor:

Montag, 12. September 2011

White Man by Gungor

Bin eher zufällig über Gungor und seine Band gestossen und habe dabei einen lustigen Clip zu einem Lied der Band gefunden. Zu oft stecken wir Gott in eine Kiste oder versuchen ihn unserer Vorstellung anzupassen, aber er ist doch viel mehr! Zwar würde ich nicht unbedingt Gottes Liebe auf rosa Herzchen und wiederbelebte Hamster reduzieren, aber die Idee dahinter ist cool. 3... 2... 1...

Donnerstag, 8. September 2011

Mit Epos besungene Rakete

Mir großer Dramaturgie und Epos wird der Liftoff der Apollo 14 Rakete besungen - jedenfalls in diesem Musikvideo. Hat mir jut jefallen und daher will ich es mit euch teilen. Demnächst erscheint hier mal noch was mit Bildern aus Paris, aber bis dahin schließe ich mit bekannten Worten aus Der Schuh des Manitu: "Siehst du, Apollo 13 ist ein intelligentes Tier Maul. ... Apollo 13, bist du geschnappt über?!?!"