Mittwoch, 26. Januar 2011

Neuseeland - Camping, Kauri und gelbe Kiwis


Nach unserer anstrengenden Anreise holten uns David, Steffi und Isi mit dem gemieteten Camper ab. Der Camper ist schon ziemlich alt, windschnittig wie eine altersschwache Kuh und durstig wie ein alter Säufer, ist aber gemütlich und bietet uns fünfen genügend Platz zum Schlafen. Mit ihm sind wir jetzt zwei Wochen unterwegs bis Isi wieder nach Australien abreist. 

Die ersten zwei Nächte haben wir auf einem Campingplatz in Auckland verbracht - eigentlich ist es ein Nature Reserve, eine Mischung aus Park und Farm, am Meer (jedoch strandlos) gelegen. Die Zeit dort war echt schön und die warmen Duschen haben uns gut getan. Leider war das Wetter nicht so der Bringer da es die meiste Zeit geregnet hat. Nach den zwei Nächten, haben wir uns auf die Reise gen Norden gemacht. Die vielen Kurven und das erklimmen/absteigen zweier Bergketten hat Mona nicht so viel Spaß gemacht, aber wir haben unser Ziel ohne Zwischenfälle erreichen können. 

Die Fahrt war mitunter spannend da ich ab Hälfte der Strecke selber gefahren bin. Ich habe zwar meinen Führerschein im malawischen Linksverkehr gemacht, aber 6 Jahre Deutschland haben mich um geprägt. War sehr gewöhnungsbedürftig, die schaukelige Kuh auf der linken durch die bergische Urwaldlandschaft zu steuern - but I got the hang of it. Sweet as!* 

Auf dem Weg haben wir bei den Kauri-Bäumen gehalten, über welche David & Steffi auch schon berichtet haben. Die Teile sind riesig! C-H-O-I-C-E!* Durch ihren Durchmesser und das eigene Ökosystem im Baumgipfel, erinnern sie ein wenig an die Bäume aus Avatar. Blaue Baumbewohner haben wir jedoch nicht gesichtet.

Zurück auf unserem Parkplatz erwartete uns eine Überraschung: ein gelber Campingwagen mit schwarzen Kiwis drauf. Warum der so besonders ist? Er gehörte Jere und Claudi, zwei Leute die den Blog ganzrechtsunten.de betreiben und ein knappes Jahr in Neuseeland unterwegs waren. Wir fanden damals den Kiwi-Van sehr cool und hatten überlegt diesen zu kaufen. Letztendlich hielt uns der Preis und die Logistik davon ab – aber nun klebte wieder ein „Zu Verkaufen“ Poster im Van und das konfrontiert uns erneut mit der Frage: Kaufen oder nicht Kaufen. Die €2200 sind für hiesige Verhältnisse schon ein ganzer Brocken, aber er ist in gutem Schuss und kommt mit vielen Extras. Wir werden uns bis Donnerstag entscheiden ob wir ihn nehmen - praktisch wäre er da Steffi & David einen Corolla haben, in welchen wir nicht alle rein passen und die lahme Kuh geben wir in einer Woche wieder ab. 

Nach der überraschenden Begegnung, sind wir zu unserem kostenlosen DOC* Campinglatz Raetea gefahren, wo wir unsere Zelte aufgeschlagen haben. Die Nacht war nicht so entspannt da man als Berliner nicht so die Geräusche der wilden Natur und eines murmelnden Flusses gewöhnt ist, aber die Natur dort ist echt schön! David und icke haben uns morgens zum Waschen in den kalten Fluß gewagt – was für ein Erlebnis! Am Dienstag waren wir in Kaitaia um in einer Bibliothek mit kostenlosem Internet zu arbeiten. 

Heute sind wir auf dem Weg zum Nordkap wo wir uns die Spitze Neuseelands anschauen möchten. More later!!! Wir haben euch lieb und freuen uns über die lieben Grüße und Mails die wir bekommen haben! 

Eure
Mona & Toby

* Sweet as! - NZ Formel um auszudrücken dass etwas cool ist.
* C-H-O-I-C-E - NZ Formel um auszurücken dass etwas auserlesen oder hochwertig ist.
* DOC - Department of Conservation and Wildlife

Sonntag, 23. Januar 2011

Neuseeland - A380 alias: Backofen für 500 Mann


Ein Flug nach Neuseeland ist eine anstrengende Geschichte - 22 Stunden über mehrere Zeitzonen hinweg zerrt ganz schön an den Kräften. Zum Glück bietet Emirate ein gut ausgestattetes Entertainment System sodass die Zeit schneller vergeht. So eine lange Videonacht hatten wir schon lange nicht mehr. Ich konnte Salt, Mastermind, The Social Network, The American und Dinner at the Schmocks sehen... dementsprechend der Schlafmangel ;-)

In Dubai sind wir in den neuen schicken Airbus A380 umgestiegen, womit aber auch ein paar Probleme verbunden waren: Die Hälfte der Toiletten waren gesperrt und in Sidney mussten wir erst eine halbe Stunde sitzen bleiben da während dem Flug zwei Kinder krank wurden und sich die australischen Behörden mit der Quarantäne zickig haben.

In Sydney mussten wir aus dem Flugzeug raus, lange warten und schließlich durften wir wieder einsteigen - und dort durften wir am eigenen Leib verspüren wie kuschelig heiß es wird wenn 500 Mann eine halbe Stunde ohne Klimaanlage in der australischen Sonne rum stehen. Wegen unmenschlichen Bedingungen wurden wir gebeten wieder raus zu gehen. Daraus wurden dann 7 Stunden unangenehmer Aufenthalt in Sidney und nach ewig vielen Ansagen, dass es in dreißig Minuten losgeht, ging es dann irgendwann auch los. Ein hysterisches Kind, 2.5 Stunden Flug und sehr akkuraten Zollbeamten später, empfingen uns Steffi, David & Isi mit denen wir mit dem geliehenen Campingwagen zu unserem schönen Zeltplatz fuhren. In diesem schlafen wir zu fünft, was gut geht. Auch der Jetlag ist nach einer guten Nacht nicht zu spüren.

Ganz herzlich grüßen euch Mona & Toby aus Neuseeland!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Abflug



Nach bewegten letzten Tagen in Babenhausen, steigen wir gleich in das Flugzeug ein um unsere 22 stündige Reise nach Neuseeland anzutreten. Bis jetzt ist alles super gelaufen und so geht es hoffentlich weiter.

Alles Liebe von Mona & Toby

Donnerstag, 6. Januar 2011

Unterwegs



Wir haben es geschafft... sitzen mit leichter Verspätung im Flieger nach Zürich um Freunde zu besuchen. Endlich mal wieder Schnee sehen ;-)

Mittwoch, 5. Januar 2011

Funky Tunes - The Maccabeats

Diesen habe ich von meiner Mum - fand ich sehr cool! Die Jungs von Maccabeats haben einen Cover von einem Cover von einem Lied von Taio Cruz (Dynamite) gebastelt - Darin geht es um das Jüdische Fest Chanukka.


Chanukka erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem im jüdischen Jahr 3597 (164 v. Chr.) nach dem erfolgreichen Makkabäeraufstand der Juden Judäas gegen hellenisierte Juden und makedonische Syrer, wie er im Ersten Buch der Makkabäer und auch im Talmud überliefert ist. Die Makkabäer beendeten die Herrschaft des Seleukidenreiches über Judäa, beseitigten den im jüdischen Tempel von Griechen errichteten Zeus-Altar, und führten den jüdischen Tempeldienst wieder ein. - Wikipedia

Ein neues Jahr mit vielen Herausforderungen...

Erst einmalmal möchten wir euch ein frohes und gesegnetes neues Jahr wünschen! Wir waren über Weihnachten viel auf Achse und haben etliche Kilometer hinter uns gelegt - viele schöne Begegnungen, Spass aber auch Anstrengung.

Jetzt haben wir einem kurzen Touchdown in Berlin, wonach es zu Freunden in Davos (Schwitzerland) geht. Herausforderung für uns ist es, alles für die große Reise vorzubereiten - Wohnung für unsere Zwischenmieter zu richten, Krankenversicherung, Packen, Arbeiten (Toby macht jetzt Teilzeitarbeit),... So richtig durchatmen werden wir erst wenn wir in 15 Tagen unser Gepäck eingecheckt haben und im Wartesaal den A380 vor der Nase haben :-)

Und was es mit dem Video auf sich hat? Ich bin begeisterter National Geographic Leser und habe das entsprechende Video zum aktuellen Artikel gefunden: Wir werden dieses Jahr 7 Milliarden Menschen auf dieser Erde. Das ist eine ganze Menge die ernährt, gepflegt, geheilt, gelehrt, beschäftigt und regiert werden muss. Ein Thema in der NG ist dass durch Ressourcenknappheit in Zukunft leichter Konflikte ausbrechen werden - wenn man mal die Offenbarung in der Bibel gelesen hat, dann bekommt man eine Vorstellung wie es eines Tages auf Erden aussehen wird. Bis dahin erwarten wir mit Sehnsucht die Wiederkehr Jesu und tun hier unsere Aufgaben.